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Partnergemeinde Bácsbokod

Am 11. April 1993 wurde zwischen der ungarischen Gemeinde Bácsbokod und der Gemeinde Walzbachtal feierlich eine Partnerschaft besiegelt.

Ziele der partnerschaftlichen Beziehung sind

  • die Vertiefung der Freundschaften zwischen Familien, Völkern, Nationalitäten und unseren Ländern
  • den Einwohnern beider Gemeinden die Möglichkeit zu geben, sich auf allen Gebieten von gemeinsamem Interesse besser kennen zu lernen
  • die Herstellung und Vertiefung von kulturellen, künstlerischen, wirtschaftlichen, schulischen und sportlichen Beziehungen
  • und insbesondere die Förderung des Jugendaustausches

Die Gemeinde Bácsbokod liegt 18 km entfernt von der Stadt Baja in Ungarn. Bei ungefähr 3.300  Einwohnern leben dort neben den Ungarn auch Deutsche und Kroaten.

Deutsche Familiennamen konnte man zuerst in der 1771 – jährigen Matrikel lesen. Seit dieser Zeit wuchs die Bevölkerung immer schneller. Meist stammte sie aus jenen Dörfern die Erzherzogin Maria Theresia von Österreich (1717 - 1780) und Erzherzog Joseph II. (1741 - 1790) angesiedelt hatten. Viele kamen aber auch aus Bayern.

1862 wurde die Siedlung selbständig. Im Jahr 1885 bekam das Dorf eine Eisenbahn und bald auch eine Post mit Telefon und Telegraf. Das religiöse Leben erblühte erst 1340 als ein Bethaus aufgebaut wurde. Im Jahr 1775 bekam das Dorf ein Pfarrhaus. Die Kirche im rumänischen Stil wurde 1780 zu Ehren der Heiligen Elisabeth erbaut. 1885 wurden die Kapelle und der Kreuzweg zu Ehren der Heiligen Anna errichtet. So hat die Gemeinde zweimal im Jahr Kirmes, einmal am 26. Juli (am Anna-Tag) und am 19. November (am Elisabeth-Tag).

Bácsbokod ist eine sehr alte Siedlung, die schon unter der Regierung der ungarischen Großfürsten Taksony (931 – 970) und Géza (ca. 940 – 997 n. Ch.) bewohnt war. Als Leibeigenensiedlung hatte das Dorf mehrere Gutsherren. So veränderte sich im Laufe der Geschichte auch sein Name (Büked, Bukud, Bököd, Bokod, Bikity). Den heutigen Namen Bácsbokod trägt es seit 1904.

Die erste Schule wurde 1763 eingerichtet, die heutige Schule wurde 1924 aufgebaut.

Am 20. Oktober 1944 wurde das Dorf von russischen Truppen erobert. Dabei fielen 15 ungarische Soldaten, 72 ungarndeutsche Mädchen, Frauen und Männer wurden nach Russland verschleppt, wo sie Frondienst leisten mussten. Nur 47 Personen kehrten zurück.

1947 wurden 130 ungarndeutsche Familien nach Deutschland ausgesiedelt. Dafür wurden Familien aus der (ehemaligen) Tschechoslowakei angesiedelt. 1949 entstanden drei Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften, die seit 1971 eine Genossenschaft bilden. Von 1951 bis 1990 entstanden die verschiedensten Einrichtungen von Molkerei, Wochenmarkt, Kindergarten über Postamt, Rathaus, Bahnstation bis hin zu Gasleitung, Telefon und Kabelfernsehleitung.

Bis heute findet zwischen dem ungarischen Bácsbokod und Walzbachtal ein regelmäßiger freundschaftlicher Austausch statt!

Grundschule von Bácsbokod
Sperrsee - Ein Paradies für Angler
römisch-katholische Kapelle
Lage von Bácsbokod